Der Frühling kommt – ganz bestimmt

Die ersten Prüfungen sind rum! Da heißt es „beantworte 4 Fragen“ und man sitzt den ganzen Tag schwitzend in der Bibliothek und versucht irgendwie etwas Sinnvolles auf Papier zu bringen. Unser Professor war bei Google und weiß ganz genau mit welchen Schlagworten man sicherlich in google.com eben nichts findet.

Wie bestellt, kommt nach den Prüfungen endlich die Sonne. Jetzt zählt in Växjö nur eins „Vitamin D sammeln“. So haben wir eine Radltour gemacht zur alten Schlossruine. Natürlich hat selbst der Schwede nicht den Weg gekannt und so gurkten wir durch Växjö und entdeckten richtig schöne Plätzchen.

Die eine Hälfte der Radtour.

Der See an der Schlossruine ist der Zweitgrößte und man hatte fast das Gefühl am Meer zu liegen. Nur halt mit Winterjacke und Mütze.

Als Abschluss gings auf ein Dachcafe mit wunderschönen Ausblick.

Die zwei Spitzen zeigen den „Dom von Växjö“.

Letzten Samstag war großer Waffeltag in Schweden. Also feierten wir den Tag zumindest groß mit gefühlt 1000 Waffeln. Ein unverzichtbares Argument nach Schweden zu gehen, sind auf jeden Fall die „Süßigkeiten-Feiertage“. Nebenbei war ein Fußballturnier des Campus‘ und die Internationals belegten den 4. Platz. Nach der Anstrengung hieß es erstmal Vitamin D tanken. Übrigens konnte man im Team die typischen Fußballklischees der Italiener, Deutschen und Niederländer erkennen. 😀

Und tatsächlich der dritte Tag in Folge mit diesem gelben Punkt am Himmel. Deswegen ging es an den See zum Barbecue. Ab 13 Uhr wurde gegrillt und um 20 Uhr kam dann auch das letzte Steak von der Feuerstelle. Das Feuer-machen war ein sehr interessantes Spektakel. Die Griechen und Italiener haben fleißig Holz gesammelt und das Feuer gemacht. Die Deutschen haben blöde Kommentare von sich gelassen und kritisch das „Fleischwenden“ begutachtet und die Niederländer kamen zu spät. 😀

Ich habe noch nie so viele Marshmallows gegessen seitdem ich in Schweden bin.
Der Sonnenuntergang am See. Der Campus ist einfach ein Traum.

Schön langsam vermisse ich ein bisschen das bayrische Zusammensein. Das andauernde Englisch-Gerede ist zwar a good practice und mein mind is more open, aber „Ah geh weida“ ist einfach nicht übersetzbar in der G’mütlichkeit. Selbst wenn wir nur unter uns Deutschen sind, wird greislig oder griabig leicht belächelt. Noch dazu folgt eine kurze Definition was ich jetzt eigentlich meinte und schon ist die G’mütlichkeit gone. Aber was ich wirklich von der ersten Minute vermisst habe, ist eine Spülmaschine!! Nagellack kann man wirklich völligst vergessen.

Nächste Woche geht’s nach Stockholm. Ich werde natürlich von meinen Abenteuern wieder berichten.

Hej do,
eure Betzi

Ps.: Nein ich kann kein Schwedisch. Mein Wortschaft beschränkt sich auf: Hej (Hall0), Hej do (Auf wiedersehen), Tack (Danke), Tack Tack (Danke für das Danke –> manchmal sage ich Tic Tac weil ich es lustig finde :-D), Skol (Prost)

Ein Gedanke zu „Der Frühling kommt – ganz bestimmt“

Schreibe einen Kommentar