In Schweden herrscht auf jeden Fall keine Streupflicht auf Gehwegen

Dienstag Morgen ging der Flieger Richtung Kopenhagen.  Wie der Zufall so will, saß ich neben einer Austauschstudentin jedoch nicht für Växjö sondern für Helsinki. Ein nettes Münchner Madl, wär bestimmt lustig geworden mit ihr. Angekommen am Flughafen fiel mir ein ebenfalls vollgepacktes Mädchen auf. Nach kurzem Smalltalk hab ich erfahren, dass sie auch wieder eine Austauschstudentin ist die nach Malmö weiterzieht. Somit saß ich allein im Zug Richtung Växjö. Angekommen in der süßen kleinen Stadt und einem Abendessen in einen der stylischen Cafes (einrichten können die Schweden) übernachtete ich erstmal im Hotel.

Den nächsten Tag marschierte ich zum Abholen meines Schlüssels ein bisschen durch Växjö. Dies war ein sehr halsbrecherischer Spaziergang, denn in Växjö wird anscheinend auf den Gehwegen weder geräumt noch gestreut. Mit dem Schlüssel in der Hand und zwei unverletzten Beinen gings dann endlich zu meinem neuen Heim. Der Taxifahrer hat noch Trinkgeld bekommen und mich verdutzt und freudig angeguckt. Diese Trinkgeld Sache muss ich nochmal recherchieren, wer wann für was irgendetwas bekommt.

„Storey 1“ bedeutet für mich der erste Stock, also hinauf mit der Treppe, da ich den Aufzug nicht gefunden hab – die Wohnung leider auch nicht. Dann doch wieder das Erdgeschoss und im letzten Eck, da stand schon mein Name B. Ferstl. Es ist alles da was das Herz begehrt, nur noch nicht meine Mitbewohner. Nach der Inspektion des Kühlschranks und des Fleischanteils nach wusste ich, dass auf jeden Fall ein Kerl hier wohnt und nach dem Badezimmerbesuch ein Mädchen, das sich gerne schminkte. Nach meinem Einkauf im Supermarkt hab ich dann auch „Sepp“ (Sebastian aus Schweden) kennengelernt – Netter, sympathischer Typ. Er kann einen deutschen Satz „Eine große Bier bitte“. 😀 Er war seit zwei Tagen da und hat das Mädchen auch noch nicht gesehen. Wir sind also gespannt.

Küche, aber leider ohne Koch
Ess- und Wohnzimmer

 

 

 

 

 

 

 

Das eigentliche Highlight des Tages sind meine Ikea Möbel. Die sollten zwischen 13 und 17 Uhr geliefert werden. Waren aber um 17 Uhr noch nicht  da. Der Ikea Service ist deutlich besser wie der der Lufthansa, somit war nach 3 Minuten telefonieren alles geklärt. Die kommen heute noch, Schnee ist das Problem, ich soll warten. Und da hat’s geklingelt? Ich wusste nicht mal, das ich eine Klingel habe, aber anscheinend schon und dazu noch mit Namensschild, sonst hätte er ja nicht gewusst wo. Sehr gut, Ikea Möbel sind da.

Das Aufbauen mit Anleitung kein Problem. Die Bildchen sind super nett und der Tisch war wirklich einfach. Beim Stuhl sah es schon anders aus. Nach dem Sitz- und Ich-stell-mich-mal-drauf-Test –> Ergebnis steht, wackelt und hat Luft 😀

Die ersten zwei Tage waren wirklich anstrengend. Donnerstag und Freitag ists noch etwas ruhiger. Am Samstag und Sonntag lerne ich dann andere Austauschstudenten, diesmal von Växjö, kennen.

Fühlt euch gedrückt,
Betzi 🙂

 

 

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